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DPZ-Verhaltensforscherin erhält Preis des Stiftungsrates der Universität Göttingen

Laura Almeling wurde für ihre herausragende Publikation zum Verhalten alternder Berberaffen geehrt
Die Preisträgerin Laura Almeling und Dr. Wilhelm Krull, Vorsitzender des Stiftungsrates. Foto: Christoph Mischke
Die Preisträger des Stiftungsrates mit dem Vorsitzenden des Stiftungsrates Dr. Wilhelm Krull (vierter von links); Laura Almeling (fünfte von links), Foto: Christoph Mischke
Die Preisträger des Stiftungsrates mit dem Vorsitzenden des Stiftungsrates Dr. Wilhelm Krull (vierter von links); Laura Almeling (fünfte von links), Foto: Christoph Mischke

Laura Almeling, Verhaltensforscherin am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung, hat einen Preis des Stiftungsrates der Georg-August-Universität Göttingen in der Kategorie „Herausragende Nachwuchspublikation“ erhalten. Mit der Auszeichnung werden jährlich Mitglieder und Angehörige der Universität für besondere Leistungen geehrt. Die Preisverleihung fand am Freitag, dem 9. Dezember 2016, im Tagungs- und Veranstaltungshaus in der Alten Mensa in Göttingen statt.

Im Rahmen des Jahresabschlussempfangs zeichnete der Stiftungsrat Mitglieder der Universität Göttingen für besondere Aktivitäten und Leistungen aus. Die Arbeit von Laura Almeling „Motivational shifts in aging monkeys and the origins of social selectivity“ wurde vom Stiftungsrat als herausragende Publikation zu einem überaus relevanten Thema bewertet. Laura Almeling ist Doktorandin in der Abteilung Kognitive Ethologie am DPZ und promoviert im Programm „Behavior and Cognition“ der Universität Göttingen. Die Wissenschaftlerin führte mehrere Verhaltensexperimente mit Berberaffen verschiedener Altersgruppen in einem französischen Affenpark durch. Sie stellte unter anderem fest, dass Affen im Alter wählerischer werden: Schon bei älteren Jungtieren nimmt das Interesse ab, etwas Neues kennenzulernen, später wird auch das soziale Netzwerk kleiner. Ihre Untersuchungen zeigen, wie wichtig Verhaltensforschung an Affen ist, um den menschlichen Alterungsprozess besser zu verstehen. Das Verhalten von Menschen im Alter ist tiefer in der Evolution verankert als bisher angenommen und nicht ausschließlich vom Bewusstsein abhängig, eine begrenzte Lebenszeit zu haben. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wurde am Freitag, dem 9. Dezember 2016 feierlich vom Stiftungsratvorsitzenden Wilhelm Krull an die Preisträgerin überreicht. „Ich freue mich sehr über diesen Preis. Die Arbeit mit den Berberaffen war spannend und vielfältig“, sagt Laura Almeling.

Originalpublikation


Laura Almeling, Kurt Hammerschmidt, Holger Sennhenn-Reulen, Alexandra M. Freund, Julia Fischer (2016): Motivational shifts in aging monkeys and the origins of social selectivity. Current Biology, www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(16)30460-2 DOI: dx.doi.org/10.1016/j.cub.2016.04.066