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Feldstationen des DPZ

Das DPZ betreibt Feldforschung auf drei Kontinenten. In Südamerika werden Tamarine in Peru erforscht, in Afrika Paviane im Senegal und Lemuren auf Madagaskar. In Indonesien stehen auf Siberut und Sulawesi Makaken im Fokus der Forschung.

Klicken Sie auf den Ort oder das Bild, um mehr über die Feldstationen zu erfahren.

map_3 Estación Biológica Quebrada Blanco, Peru Centre de Recherche de Primatologie Simenti, Senegal Kirindy Forest, Madagascar Siberut, Indonesia Estación Biológica Quebrada Blanco, Peru Centre de Recherche de Primatologie Simenti, Senegal Kirindy Forest, Madagascar Siberut, Indonesia

Das DPZ unterhält Feldstationen in Peru, Senegal, Madagaskar und Indonesien. Dort erforschen unsere Mitarbeiter  das Verhalten, die Lebensräume und Lebensraumansprüche von verschiedenen Primatenarten. Darüberhinaus untersuchen wir auch die genetischen Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb oder zwischen verschiedenen Affenarten. Auf drei Kontinenten betreibt das DPZ in Zusammenarbeit mit internationalen und ortsansässigen Institutionen (Ministerien, Naturschutzorganisationen, Universitäten) Forschungsprojekte an Alt- und Neuweltaffen und Lemuren. Diese Forschungsergebnisse ermöglichen es uns nicht nur das Leben unserer nächsten Verwandten besser zu verstehen, sondern eventuell auch Rückschlüsse auf uns Menschen und unseren eigenen Werdegang zu schließen.

Dabei erweckt das jahrelange Forschen und Zusammenarbeiten mit den Einheimischen nicht nur das Interesse an Tier- und Pflanzenarten, die rund um jede Station vorkommen, sondern erregt auch Besorgnis. Primaten, Menschen einmal ausgenommen, sind größtenteils in den artenreichen tropischen und subtropischen Regionen dieser Erde verbreitet und viele dieser Regionen zählen zu den Gebieten mit der höchsten Artenvielfalt überhaupt (Biodiversity Hotspots). Diese Flora und Fauna ist stark bedroht, da ihr Vorkommen auf nur wenige Flecken der Welt beschränkt ist.

Mehr als drei Viertel dieser artenreichen Regionen befinden sich in Südamerika, Afrika oder auf den Inselstaaten im asiatischen Pazifikraum und hier befinden sich auch die DPZ-Forschungsstationen. Viele der Affenartenarten, die von DPZ-Mitarbeitern auf unseren Forschungsstationen erforscht werden, sind genau auf diesen einzigartigen Lebensräume angewiesen.

Die DPZ-Feldstation Kirindy Forest befindet sich auf dem Inselstaat Madagaskar,  einer der wichtigsten Biodiversität-Hotspots der Welt. Madakaskar ist Heimat vieler Arten, die nirgends anders auf der Erde zu finden sind, wie zum Beispiel die Lemuren (Lemuriformes); eine Teilordnung der Primaten.

Die peruanische Estación Biológica Quebrada Blanco liegt am wasserreichsten Fluß der Welt, dem Amazonas. Dieser versorgt beinah den gesamten südamerikanischen Kontinent mit Wasser und schafft einen einmaligen Lebensraum. Diese tropischen Regenwälder an den ausgedehnten Ufern sind die Heimat für viele Neuweltaffen (Platyrrhini).

Das Centre de Recherche de Primatologie Simenti befindet sich im größten Nationalpark Westafrikas, dem Niokolo Koba Nationalpark. Die Galeriewälder am Gambia River sind Heimat großer Gruppen von Guinea Pavianen.

Das Siberut Conservation Programme, sowie das kooperative Macaca Nigra Project zusammen mit der Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe "Primate Sexual Selection" befinden sich in Indonesien. Dieser Inselstaat befindet sich im Übergangsgebiet zwischen asiatischer und australischer Fauna und Flora. Die nach ihrem Entdeckter benannte, biogeografische Trennlinie "Wallace-Linie" grenzt Borneo, Sumatra und Java im Westen von Sulawesi und alle weiteren östlich gelegenen Inseln, voneinander ab.

Unsere Wissenschaftler arbeiten eng mit der lokalen Bevölkerung und weiteren kooperierenden Institutionen, wie Behörden und Universitäten, zusammen um diese einmaligen Lebensräume nicht nur zu erforschen, sondern auch zu schützen. Auf allen DPZ-Feldstationen fördern unsere Mitarbeiter daher die Ausbildung von Studenten und Schülern oder die Weiterbildung von Nationalpark-Rangern und Feldassistenten um das Bewusstsein der Lokalbevölkerung für ihre Natur zu schärfen. Außerdem arbeiten die Forschungsteams gezielt gegen Wilderei oder Verschmutzung in den Untersuchungsgebieten und initiierten Abfallmanagement- und Recyclingpläne oder versorgen Tiere, die sich in Wildererfallen verletzt haben.