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Im Urwald - Primatenforschung am Amazonas

Schnurrbarttamarin. Foto: Cindy Hurtado

Ausstellung im DPZ

14. November 2022 - 31. März 2023

Von der Artenjagd mit der Schrotflinte bis zur satellitengestützten Analyse des Lebensraumes hat die Freilandforschung an Primaten in den letzten 200 Jahren eine rasante Entwicklung hinter sich. Am Beispiel des Tieflandregenwaldes am Amazonas wollen wir uns diese Entwicklung ansehen. Dort, wo Johann Baptist von Spix um 1819 die ersten Exemplare von für Europäer bis dahin unbekannter Affenarten schoss, baute das DPZ ab 1985 eine Freilandstation für Primatenforschung auf. Abgeschnitten von jeder Zivilisation vermaßen die Forschenden mit Maßband und Kompass in mühevoller Kleinarbeit die Streifgebiete der dort heimischen Affen. Heute kann man mit einem GPS auf Knopfdruck den Standort ermitteln und per Satellitentelefon mit der ganzen Welt kommunizieren. Die Ausstellung „Im Urwald“ erzählt die wechselvolle Geschichte der Primatenforschung am Amazonas, gibt Einblicke in das manchmal beschwerliche Leben der Forschenden und zeigt uns aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über das geheime Leben unserer südamerikanischen Primatenverwandten.

Wir laden Sie herzlich ein, die Ausstellung im Deutschen Primatenzentrum zu besuchen!

Führungen durch die Ausstellung

Im Rahmen unserer Führungen geben wir Ihnen einen exklusiven Einblick in die Primatenforschung am Amazonas. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren geeignet.

Öffentliche Führungen
Öffentliche Führungen finden jeweils um 17 Uhr an den hier genannten Terminen statt, eine Anmeldung ist erforderlich und wird ab Anfang November möglich sein. Beim Klick auf das Datum gelangen Sie auf das Anmeldeformular. Sollten Sie kurzfristig verhindert sein, freuen wir uns über eine Absage per E-Mail an ausstellung(at)dpz.eu.

Freitag, 25. November 2022
Montag, 12. Dezember 2022
Mittwoch, 18. Januar 2023
Freitag, 10. Februar 2023
Dienstag, 28. Februar 2023
Mittwoch, 15. März 2023

Führungen für Gruppen
Gruppen ab zehn Personen können sich zu einer Führung durch die Ausstellung anmelden. Termine sind montags bis freitags nach individueller Absprache möglich. Bitte senden Sie uns dazu eine E-Mail an ausstellung(at)dpz.eu mit Angabe Ihrer Kontaktdaten und gegebenenfalls Terminvorschlägen.

Das Amazonien-Diorama im Foyer des Deutschen Primatenzentrums stimmt die Ausstellungsbesucher*innen auf das Thema ein. Foto: Karin Tilch
Das Amazonien-Diorama im Foyer des Deutschen Primatenzentrums stimmt die Ausstellungsbesucher*innen auf das Thema ein. Foto: Karin Tilch

Im Jahr 1985 reist der junge Wissenschaftler Eckhard W. Heymann zu einem Forschungsaufenthalt nach Peru, um die dort heimischen Affen zu untersuchen. An der Feldstation Estación Biológica Quebrada Blanco findet er eine einzige, mit Palmwedeln bedeckte Hütte vor, die für die nächsten zwölf Monate gleichzeitig Schlaf-, Essens- und Arbeitsstätte sein wird. Die Feldstudie verläuft gut, der Start der Freilandforschung am Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung ist gelungen. Die Station in Peru wurde in den nächsten Jahren weiter ausgebaut, es gibt an der Station heute Solarstrom und fließendes Wasser, und zahlreiche Wissenschaftler*innen und Studierende aus verschiedenen Ländern sammelten Daten für ihre Forschungsprojekte.

Am Beispiel des Tieflandregenwaldes am Amazonas ermöglicht die Ausstellung „Im Urwald“ Einblicke in die Freilandforschung mit Primaten. Sie zeigt den Alltag der Forschenden an der Feldstation in Peru, illustriert ihre Forschungsmethoden und veranschaulicht ihre wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Leben der Primaten. Teil der Ausstellung ist auch eine Auswahl an Bildern, die künstlerisch aufbereitet manche der rund 40 Primatenarten zeigen, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Johann Baptist von Spix bei einer Südamerika-Expedition gesammelt wurden.

Die DPZ-Feldstation in Peru bestand 1998 noch aus einer einfachen Hütte. Foto: Stefanie Heiduck
Die DPZ-Feldstation in Peru im Jahr 1998. Foto: Stefanie Heiduck
Prof. Eckhard W. Heymann hat die DPZ-Station in Peru aufgebaut. Foto: DPZ
Prof. Eckhard W. Heymann hat die DPZ-Station in Peru aufgebaut. Foto: DPZ
Roter Springaffe. Foto: Mirjam Nadjafzadeh
Roter Springaffe. Foto: Mirjam Nadjafzadeh
Roter Uakari. Foto: Andrea Schell
Roter Uakari. Foto: Andrea Schell

Kontakt

Stefanie Heiduck. Foto: Karin Tilch

Dr. Stefanie Heiduck Kommunikation 49 551 3851 108 49 551 3851 103 Kontakt

Öffnungszeiten

montags - donnerstags: 9 - 17:00 Uhr
freitags: 9 - 14 Uhr

Vom 23. Dezember 2022 bis 8. Januar 2023 ist die Ausstellung geschlossen.