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Lehrerfortbildung 2018

Das Deutsche Primatenzentrum bietet einmal jährlich eine Fortbildung für Biologielehrer an. In diesem Jahr laden Sie die Mitarbeiter des Institutes zum Thema „Evolution und Verhalten“ nach Göttingen ein.

Für alle Interessierten stehen zwei mögliche Termine zur Auswahl: Mittwoch, der 7. oder alternativ Donnerstag, der 8. November 2018 jeweils 10:00 bis 16:45 Uhr.

Die Fortbildung ist leider für beide Termine bereits ausgebucht!

Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro pro Person. Mittagsimbiss und Kaffeepausen sind inklusive.

Die Veranstaltung ist als bundesweite Fortbildung vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) registriert und ist deshalb auch für Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt als Fortbildungsveranstaltung außerhalb der Ferien anerkannt. Die Registriernummer lautet: WT 2018-044-15.

Das Programm

Im Rahmen der Veranstaltung wird die aktuelle Diskussion zur Definition von Arten vorgestellt, sowie die daraus resultierenden neuesten Forschungsergebnisse zur Stammesgeschichte der Primaten. Sie erfahren etwas über den Wettlauf der Evolution unseres Immunsystems mit der unserer Krankheitserreger. Im Bereich Verhaltensforschung wird Aggressionsverhalten aus der evolutionsbiologischen Perspektive betrachtet. Ganz praxisbezogen werden Sie lernen, wie Sie im Unterricht Computer und Smartphone bei der Erfassung und Analyse von Tierverhalten einsetzen können. Während einer Führung durch die Tierhaltung bekommen Sie Einblicke in die Zucht und Haltung von Primaten.

Der vorläufige Zeitplan der Veranstaltung:

10:00 Uhr Begrüßung und Einführung, Vorstellung des Institutes und des Tagesprogramms (Dr. Stefanie Heiduck, Stabsstelle Kommunikation)

10:30 Uhr Phylogenie und Artkonzept (Dr. Dietmar Zinner, Abteilung Kognitive Ethologie)

11:30 Uhr Kaffeepause

11:45 Uhr Evolution des Immunsystems: viele Wege führen nach Rom und kein Stillstand (Prof. Dr. Lutz Walter, Abteilung Primatengenetik)

12:45 Uhr Mittagspause

13:15 Uhr Führung durch die Tierhaltung (Uwe Schönmann, Tierhaltung)

14:15 Uhr Aggressionsverhalten (Dr. Dietmar Zinner, Abteilung Kognitive Ethologie)

15:15 Uhr Kaffeepause

15:30 Uhr Methoden der Verhaltensforschung: Erfassung von Tierverhalten mit Computer und Smartphone (Dr. Kurt Hammerschmidt, Abteilung Kognitive Ethologie)

16:30 Uhr Abschluss und Feedback (Dr. Stefanie Heiduck, Stabsstelle Kommunikation)

Die Referenten

Dr. Dietmar Zinner
Dr. Dietmar Zinner
Foto: Karin Tilch

Dr. Dietmar Zinner ist leitender Wissenschaftler in der Abteilung Kognitive Ethologie des Deutschen Primatenzentrums und Kodirektor der Forschungsstation Simenti im Senegal. Seine Forschungsschwerpunkte sind Evolution, Ökologie und Verhalten von Primaten. Zahlreiche seiner Arbeiten basieren auf Datenerhebungen im Freiland, vor allem in Ländern Afrikas. Derzeit bearbeitet er Themen wie: die Evolutionsgeschichte von Pavianen, Gruppenkoordination und Gruppenführung bei Primaten und den Einfluss einer Geschlechtskrankheit auf das Paarungsverhalten von freilebenden Pavianen.

Dietmar Zinner studierte Biologie an der Georg-August Universität Göttingen und promovierte dort am II. Zoologischen Institut. Nach PostDoc Aufenthalten am Center for Tropical Ecology and der Duke University, USA und in der Abt. Verhaltensforschung und Ökologie des Deutschen Primatenzentrums, forscht er seit 2004 in der Abt. Kognitive Ethologie und lehrt an der Georg-August Universität Göttingen.

Prof. Dr. Lutz Walter, Foto: Tilch
Prof. Dr. Lutz Walter.
Foto: Karin Tilch

Prof. Dr. Lutz Walter leitet die Abteilung Primatengenetik am Deutschen Primatenzentrum und ist Professor für Immunologie und Immungenetik an der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen.

Die Forschungstätigkeiten von Lutz Walter beinhalten Untersuchungen zur Biologie der Natürlichen Killer (NK)-Lymphozyten und zur Genomik von Primaten. Schwerpunkte bilden dabei Untersuchungen zur Genexpression von NK-Zellen unterschiedlicher Funktions- und Reifungsstadien sowie die Rolle genetischer Variabilität bei der Effektorfunktion der NK-Zellen. NK-Zellen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Immunantwort und entwickeln sich zu einem vielversprechenden Bestandteil der Immuntherapie verschiedener Tumorerkrankungen. Die Forschungen von Lutz Walter sollen zum besseren Verständnis dieser Zellen des Menschen und der in entsprechenden Krankheitsmodellen eingesetzten nicht-humanen Primaten beitragen.

Lutz Walter studierte von 1985-1992 Biologie an der Georg-August-Universität in Göttingen. Nach Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Gruppenleiter in der Abteilung Immungenetik der Universität Göttingen, wurde er 2003 zum Leiter der Abteilung Primatengenetik des Deutschen Primatenzentrums berufen, wohin er Anfang 2004 wechselte.

Dr. Kurt Hammerschmidt
Dr. Kurt Hammerschmidt.
Foto: Karin Tilch

Dr. Kurt Hammerschmidt ist leitender Wissenschaftler in der Abteilung Kognitive Ethologie des Deutschen Primatenzentrums. Sein Forschungsschwerpunkt ist die akustische Kommunikation von Tier und Mensch. Ziel dieser Forschung ist es, Einschränkungen und selektive Drücke zu identifizieren, die die Evolution von vokaler Kommunikation, einschließlich der Evolution menschlicher Sprache, formen.

Kurt Hammerschmidt studierte Biologie an der FU-Berlin und promovierte am dortigen Institut für Verhaltensbiologie. Nach der Promotion arbeite er u.a. am National Institute of Child Health and Human Development (NIH), und in der Abteilung für Suchtforschung der Uniklinik Tübingen. Seit 2005 forscht und lehrt er in der Abt. Kognitive Ethologie.

Das Foto zeigt Uwe Schönmann. Foto: Karin Tilch
Dipl. Biol. Uwe Schönmann. Foto: Karin Tilch

Diplom-Biologe Uwe Schönmann ist Koloniemanager der Tierhaltung des Deutschen Primatenzentrums. Er ist Fachmann für Primatenhaltung und -zucht und gibt sein Fachwissen gern bei Gruppenführungen im Haus weiter. In der Tierhaltung des DPZ leben derzeit etwa 1200 Tiere, die sieben verschiedenen Arten angehören. Sie werden sowohl für die Forschung am DPZ eingesetzt als auch an andere wissenschaftliche Einrichtungen abgegeben. Der größere Teil der Primaten wird in den Zuchtkolonien am DPZ gehalten. Die Primatenhaltung mit den Tierkolonien ist die zentrale Infrastruktureinrichtung des DPZ. Zu den generellen Aufgaben gehören die Zucht, Haltung und Pflege von Primaten sowie die tierärztliche Versorgung der Tiere.

Kontakt

Dr. Stefanie Heiduck Stabsstelle Kommunikation +49 551 3851 108 +49 551 3851 103 Kontakt

Programm und Anmeldung