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Lehrerfortbildung 2019

Lehrer bei der Fortbildung 2108 am DPZ. Foto: Karin Tilch

Das Deutsche Primatenzentrum bietet einmal jährlich eine Fortbildung für Biologielehrer an. In diesem Jahr laden Sie die Mitarbeiter des Institutes zum Thema „Infektionsforschung“ nach Göttingen ein.

Für alle Interessierten stehen zwei mögliche Termine zur Auswahl: Mittwoch, der 6. November oder alternativ Donnerstag, der 7. November 2019 jeweils 10:00 bis 16:30 Uhr.


Die Lehrerfortbildung 2019 ist an beiden Terminen ausgebucht. 


Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro pro Person. Mittagsimbiss und Kaffeepausen sind inklusive.

Die Veranstaltung ist als bundesweite Fortbildung vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) registriert und ist deshalb auch für Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt als Fortbildungsveranstaltung außerhalb der Ferien anerkannt. Die Registriernummer lautet: WT 2019-044-04.

Das Programm

Unsere Wissenschaftler geben Ihnen im Rahmen der Fortbildung einen Einblick in die aktuelle Infektionsforschung. Dabei erfahren Sie Wissenswertes über Wirkung und Gefahren von Herpesviren und lernen, was die Begriffe "Epigenetik" und "RNA-Editing" mit der Vielfalt unserer Antikörper zu tun haben. Darüber hinaus diskutieren Sie mit den Experten über zeitgemäße Impfungen und erfahren, welche Möglichkeiten die (Xeno-)Transplantation bietet, um damit dem Organspendermangel zu begegnen. Ganz praxisbezogen machen wir Vorschläge, wie Sie das Thema Infektionsbiologie im Unterricht anschaulich vermitteln können. Während einer Führung zeigen wir Ihnen, wie Rhesusaffen, Weißbüschelaffen und Paviane am DPZ gehalten werden.

Der Zeitplan der Veranstaltung:

10:00 Uhr -- Begrüßung und Einführung, Vorstellung des Institutes und des Tagesprogramms
                    Dr. Sylvia Ranneberg, Stabsstelle Kommunikation

10:30 Uhr -- Herpesviren - stille Begleiter oder schlechte Gesellschaft?
                    Dr. Alexander Hahn, Nachwuchsgruppe Herpesviren

11:15 Uhr -- Kaffeepause

11:30 Uhr -- Epigenetik und RNA-Editing - genetische Vielfalt in der Infektions- und Zellbiologie
                    Prof. Dr. Walter Bodemer, Seniorwissenschaftler, Deutsches Primatenzentrum

12:15 Uhr -- Mittagspause

12:45 Uhr -- Führung durch die Tierhaltung
                    Uwe Schönmann, Tierhaltung

13:45 Uhr -- Müssen wir heutzutage noch geimpft werden? Altbewährte und
                    neue Impfstoffe gegen Viren
                    Dr. Christiane Stahl-Hennig, Abteilung Infektionsmodelle

14:30 Uhr -- Kaffeepause

14:45 Uhr -- Wege aus dem Organspendermangel - Forschung zu (Xeno-)Transplantation
                    Prof. Dr. Rabea Hinkel, Abteilung Versuchstierkunde

15:30 Uhr -- Infektionsbiologie anschaulich vermitteln - Tipps für die Unterrichtsgestaltung
                    Dr. Heike Hofmann-Winkler, Abteilung Infektionsbiologie

16:15 Uhr -- Abschluss und Feedback
                    Dr. Sylvia Ranneberg, Stabsstelle Kommunikation

Die Referenten

Prof. Dr. Rabea Hinkel. Foto: Karin Tilch

Prof. Dr. Rabea Hinkel ist Leiterin der Abteilung Versuchstierkunde am DPZ. Gemeinsam mit ihrem Forschungsteam studiert sie Herzkreislauferkrankungen im Tiermodell, speziell die Herzinsuffizienz, und die Auswirkungen von Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte, um neue Therapien für diese Risikogruppen zu entwickeln. Ein weiterer Fokus ihrer Forschung liegt auf der Xenotransplantation. Ziel der Studien ist die Nutzbarmachung von tierischen Organen, beispielsweise von Schweinen, für den Menschen, um dem weltweiten Organspendermangel zu begegnen. Darüber hinaus forscht Rabea Hinkel schwerpunktmäßig an Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch, um die Belastungen von Versuchstieren zu reduzieren und Versuche zunehmend durch Alternativmethoden zu ersetzen. Rabea Hinkel studierte Veterinärmedizin in Gießen und promovierte 2009 an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) in der Inneren Medizin. Anschließend arbeitete sie als Postdoktorandin und Tierärztin für Versuchstierkunde an der LMU München, bevor sie 2015 in die Innere Medizin des Klinikums rechts der Isar der TU München und an das Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Herzkreislauferkrankungen der LMU wechselte. Seit Juli 2018 ist sie gemeinsame Professorin für Versuchstierkunde an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und am DPZ.

Prof. Dr. Walter Bodemer. Foto: Karin Tilch

Prof. Dr. Walter Bodemer ist Seniorwissenschaftler und arbeitete in den Abteilungen Virologie und Immunologie sowie Infektionspathologie am DPZ. In seinen Studien beschäftigte er sich vorrangig mit Immundefizienzviren von Menschen (HIV) und Affen (SIV) sowie mit Prionen. Er untersuchte unter anderem den Einfluss des Immunsystems auf die Wirkung bestimmter Impfstoffe gegen HIV/SIV und bestätigte die Infektiosität von Prionen. Darüber hinaus war er insbesondere an der Entwicklung des ersten Schnelltests für die Prionen-Erkrankung BSE um das Jahr 2001 beteiligt. Walter Bodemer studierte Biologie und Chemie an der Universität Freiburg und promovierte in der Biologie zum menschlichen Herpes simplex-Virus Typ 2. Als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft forschte er an der Yale Universität, USA, über das Pfeiffersche Drüsenfieber. Seine Habilitation für Virologie schrieb er in der Medizin an der Universität Erlangen-Nürnberg und war danach Außerplanmäßiger Professor für Virologie an der Medizinischen Universität Wien und der Medizinischen Hochschule Hannover. Seit Beendigung seiner aktiven Forschungstätigkeit im Jahr 2013 widmet sich Walter Bodemer der Lehre in Schulen sowie Fortbildungsveranstaltungen im DPZ.

Dr. Heike Hofmann-Winkler. Foto: Margrit Hampe

Dr. Heike Hofmann-Winkler ist Wissenschaftlerin in der Abteilung Infektionsbiologie am DPZ. In ihren Studien analysiert sie Virus-Wirtszell-Interaktionen neuer Viren, insbesondere des SARS- und MERS-Coronavirus, des Ebolavirus und aktuell des Zikavirus. Dabei versucht sie vornehmlich zelluläre Angriffspunkte während des viralen Zelleintritts, aber auch der Virusvermehrung als mögliche Ziele für antivirale Therapien zu identifizieren. Heike Hofmann-Winkler hat an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg promoviert und anschließend am Universitätsklinikum Schleswig Holstein Campus Kiel geforscht. Seit 2011 arbeitet sie am DPZ in der Arbeitsgruppe „Neue Viren“.

Dr. Alexander Hahn. Foto: Karin Tilch

Dr. Alexander Hahn leitet die Nachwuchsgruppe Herpesviren. Sein Forschungsteam untersucht hauptsächlich das Kaposi-Sarkom-Herpesvirus (KSHV), ein Tumorvirus des Menschen, und das verwandte Rhesusaffenrhadinovirus (RRV). Schwerpunktmäßig erforscht er die Wechselwirkungen zwischen Virus und Rezeptor. Außerdem beschäftigt er sich mit der Funktion der zellulären Rezeptoren sowie mit auf den Zelleintritt folgenden Prozessen der frühen Phase der Infektion. Zusätzlich erforschen die Wissenschaftler die Sequenzvielfalt der Viren sowie Übertragungsrouten in einer Primatenkolonie. Alexander Hahn studierte Molekulare Medizin an der Universität Erlangen und promovierte dort am Institut für Virologie. Mit einem DFG-Stipendium forschte er anschließend am New England Primate Research Center der Harvard Medical School sowie der Miller School of Medicine in Miami. Seit Januar 2016 arbeitet Alexander Hahn am DPZ und leitet die Nachwuchsgruppe Herpesviren.

Dr. Christiane Stahl-Hennig. Foto: Karin Tilch

Dr. Christiane Stahl-Hennig leitet die Abteilung Infektionsmodelle und ist zusätzlich Tierschutzbeauftragte am DPZ. Ihre Abteilung erforscht die Anwendung bestehender und die Etablierung neuer Modelle zur Untersuchung viraler Infektionskrankheiten des Menschen. Dabei wenden die Wissenschaftler sowohl in vivo- als auch in vitro-Modelle an. Christiane Stahl-Hennig konzentriert sich schwerpunktmäßig auf präklinische prophylaktische Impfstoffe gegen verschiedene humanpathogene virale Erreger, allen voran gegen das humane Immundefizienzvirus (HIV). Zusätzlich führt sie mit Hilfe des AIDS-Makakenmodells Studien zur Pathogenese und Präexpositionsprophylaxe durch. Darüber hinaus ist ihre Abteilung in präklinische gentherapeutische Studien zu angeborenen humanen Gendefekten involviert. Christiane Stahl-Hennig ist ausgebildete Tierärztin und hat zwischen 1982 und 1988 vor allem an der Tierärztlichen Hochschule Hannover geforscht, bis sie 1988 ans DPZ wechselte, um sich dort der Virologie und Immunologie zu widmen. Seit 2008 leitet sie ihre eigene Abteilung.

Das Foto zeigt Uwe Schönmann. Foto: Karin Tilch

Diplom-Biologe Uwe Schönmann ist Koloniemanager der Tierhaltung des Deutschen Primatenzentrums. Er ist Fachmann für Primatenhaltung und -zucht und gibt sein Fachwissen gern bei Gruppenführungen im Haus weiter. In der Tierhaltung des DPZ leben derzeit etwa 1200 Tiere, die sieben verschiedenen Arten angehören. Sie werden sowohl für die Forschung am DPZ eingesetzt als auch an andere wissenschaftliche Einrichtungen abgegeben. Der größere Teil der Primaten wird in den Zuchtkolonien am DPZ gehalten. Die Primatenhaltung mit den Tierkolonien ist die zentrale Infrastruktureinrichtung des DPZ. Zu den generellen Aufgaben gehören die Zucht, Haltung und Pflege von Primaten sowie die tierärztliche Versorgung der Tiere.

Kontakt

Dr. Sylvia Ranneberg Stabsstelle Kommunikation +49 551 3851 163 +49 551 3851 103 Kontakt

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