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Pressespiegel

Auf dieser Seite haben wir eine Auswahl der Presseberichte über die neu entdeckten Arten Microcebus tanosi und Microcebus marohita zum Nachlesen für Sie zusammengestellt.

Die Zeit, 26.03., zeit.de

Neu entdeckte Primaten landen sofort auf roter Liste

Kaum beschrieben, gehören zwei neue Lemurenarten schon zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Säugetieren der Welt. Ihre Heimat haben sie einzig auf Madagaskar.

Kennen Sie König Julien XIII. von Madagaskar? Der exzentrische Herrscher mit der Blätterkrone führt ein recht chaotisches Regiment auf der Insel. Am liebsten schikaniert er Mort. Der knopfäugige Untertan hat keine besondere Begabung, ist aber süß und nah am Wasser gebaut. Julien und Mort sind Lemuren und die heimlichen Stars der Animationsfilmreihe Madagascar, die Millionen Kinobesucher schon zum Lachen brachten.Wäre Mort real, würde er zur den Mausmakis zählen, die einzig und allein auf Madagaskar vorkommen. Dort, auf dem zweitgrößten Inselstaat der Welt haben Forscher nun zwei neue Mausmaki-Arten erstmals beschrieben. Microcebus tanosi und Microcebus marohita wurden die neuen Arten getauft, von Forschern des Deutschen Primatenzentrums, des Duke Lemur Centers, der US-Uni von Kentucky und der madagassischen Université d'Antananarivo. Die kleinen Primaten waren Wissenschaftlern bereits 2003 und 2007 während ihrer Feldforschungen begegnet. Insgesamt gibt es auf Madagaskar nun 20 Mausmaki-Arten, berichten die Wissenschaftler im International Journal of Primatology. Auch der kleinste Primat der Welt ist ein Mausmaki.Die beiden Tiere sind größer als andere bekannte Mausmakis, deren Körperlänge im Durchschnitt rund 15 Zentimeter misst - ohne Schwanz. Microcebus tanosi, dessen Name sich aus der Region Anosy im Südosten der Insel ableitet, hat einen auffällig roten Kopf. Auf dem Rücken trägt sein Fell eine dunkelbraune Musterung, die von einem dunklen Streifen in der Mitte durchzogen ist. Sein Fell am Bauch ist beige und grau gefärbt.Microcebus marohita ist tatsächlich der größte aller bekannten Mausmakis. Der Lemur hat einen langen buschigen Schwanz und bewegt sich auf großen Hinterfüßen fort. Sein braunes Fell sticht weniger hervor als seine besonders kleinen Ohren. Sein Name stammt übrigens vom Wald, in dem ihn die Forscher aufspürten. "Marohita" ist madagassisch und bedeutet in etwa "viele Blicke".DNA-Analysen weisen auf weitere unbekannte Arten hinSpätestens seit 2010 ist Forschern klar, dass es mehr Mausmaki-Arten geben muss, als in den Lehrbüchern beschrieben. In Gewebeproben der Tiere untersuchten Biologen die Erbgutspuren der mütterlichen DNA und die von Zellkernen. Anhand der Analyse entdeckten die Forscher Hinweise auf weitere Arten. Ein Vergleich von DNA-Proben zeigte nun, dass mit Microcebus tanosi und M. marohita zwei dieser ehemaligen Phantomarten tatsächlich existieren.Noch ehe sie beschrieben worden waren, empfahl Peter Kappeler vom Deutschen Primatenzentrum, dass beide Mausmaki-Arten auf die Liste der bedrohten Tierarten gesetzt werden. Ihr Lebensraum, der Marohita-Wald, ist in großen Teilen bereits zerstört. Viel seiner Fläche wurde gerodet. Microcebus tanosi und M. marohita gehören wohl zu den 100 am stärksten gefährdeten Tierarten der Welt. Die rote Liste bedrohter Tierarten wird von der Weltnaturschutzunion IUCN erstellt.Die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars ist schon seit Jahrzehnten durch den Menschen bedroht. Edles Tropenholz wird hier illegal abgetragen, verkauft und verschifft. Zahlreiche Pflanzen landen in Hausapotheken. Und Lemuren mitunter im Kochtopf. Die ohnehin seltenen Tiere gelten als Delikatesse. Ein Teller mit ihrem Fleisch ist oft für wenige Euro zu bekommen.Generell gelten Madagaskars Lemuren als die am stärksten vom Aussterben bedrohten Säugetiere. Da hilft auch ihr berühmter Trickfilm-König Julien XIII. wenig. Außer vielleicht, um etwas Aufmerksamkeit auf die gefährdeten Primaten zu lenken.

Göttinger Tageblatt, 26.03., Print S. 18

Göttinger Tageblatt vom 26.03.

Spiegel Online, 26.03., spiegel.de

Madagaskar: Neue Primatenarten im Dschungel

DPA/ Deutsches Primatenzentrum Microcebus marohita: Größter aller bislang bekannten Mausmakis

Der eine hat einen roten Kopf, der andere erstaunlich kleine Ohren: In den Wäldern Madagaskars konnten Forscher zwei neue Primatenarten beschreiben. Eine mussten sie umgehend auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten setzen.Göttingen - Wissenschaftler haben zwei neue Primatenarten auf Madagaskar klassifiziert. Die zwei Mausmakis - eine Lemurenart - wurden schon 2003 und 2007 bei Feldforschungen in den Wäldern der Insel im Indischen Ozean entdeckt. Ein Team aus Wissenschaftlern des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen, der University of Kentucky und der Universität Antananarivo auf Madagaskar haben die neuen Arten Microcebus tanosi und Microcebus marohita nun erstmals im "International Journal of Primatology" beschrieben, teilte die Universität Göttingen mit.Schon 2010 hatte das Expertenteam über Erbgut-Analysen herausgefunden, dass es mehr Mausmaki-Arten geben muss, als bekannt. DNA-Vergleiche zwischen den beiden entdeckten Lemuren und den Daten von 2010 bestätigten, dass die aufgespürten Tiere neue Spezies sind. Mit ihnen steigt die Zahl der bekannten Mausmaki-Arten auf 20. Die Tiere leben, wie alle Lemuren, ausschließlich auf Madagaskar.Microcebus tanosi ist nach Angaben der Forscher größer als andere Mausmakis und hat einen roten Kopf. Microcebus marohita sei der größte aller Mausmakis, habe aber auffällig kleine Ohren. Er wurde bereits auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten gesetzt, weil der Wald, in dem der Primat entdeckt wurde, stark zerstört wurde und das Tier bislang nur in diesem Gebiet bekannt ist.Laut der für die Rote Liste zuständigen Behörde, der IUCN Species Survival Commission, zählen madagassische Lemuren zu den Säugetieren, die am stärksten vom Aussterben bedroht sind. Ursachen dafür sind Brandrodung und Jagd.Die biologische Ordnung der Primaten reicht von den winzigen Mausmakis über Schlankloris, Kapuzineraffen und Meerkatzen bis hin zu den Menschenaffen. Etwa die Hälfte aller Primaten-Arten ist nach IUCN-Angaben vom Aussterben bedroht.Neben der Zerstörung ihres Lebensraums stellten der illegale Handel mit den Tieren und die Jagd auf Affenfleisch größten Gefahren dar. Die IUCN stuft auf ihrer Roten Liste mehr als die Hälfte der 633 bekannten Primaten-Arten als bedroht ein. Von manchen Spezies gibt nach Einschätzung der Wissenschaftler nur noch sehr wenige Tiere.

Die Welt, 26.03., Titelseite

Die Welt vom 26.03.

die tageszeitung, 26.03., Print S. 9 & taz.de

Zwei neue Primatenarten klassifiziert

MADAGASKAR/GÖTTINGEN Forscher haben zwei neue Primatenarten auf Madagaskar klassifiziert. Die zwei Mausmakis, eine Lemurenart, wurden schon 2003 und 2007 bei Feldforschungen entdeckt. Wissenschaftlern des Primatenzentrums in Göttingen, der US-Universität von Kentucky und der Universität Antananarivo auf Madagaskar haben die Arten Microcebus tanosi und Microcebus marohita nun erstmals im International Journal of Primatology beschrieben. Damit steigt die Zahl der bekannten Mausmaki-Arten auf 20. Die Tiere leben - wie alle Lemuren - nur auf Madagaskar.

Stern.de, 26.03., stern.de

Mausmakis: Neue Primatenarten auf Madagaskar entdeckt

In den Wäldern Madagaskars haben Forscher zwei neue Primatenarten aufgespürt. Die Mausmakis, eine Lemurenart, sind auf dem Inselstaat vor der Küste Afrikas vom Aussterben bedroht.orscher haben zwei neue Primatenarten auf Madagaskar klassifiziert. Die zwei Mausmakis - eine Lemurenart - wurden schon 2003 und 2007 bei Feldforschungen in den Wäldern der Insel im Indischen Ozean entdeckt. Ein Team aus Wissenschaftlern des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen, der US-Universität von Kentucky und der Universität Antananarivo auf Madagaskar haben die neuen Arten Microcebus tanosi und Microcebus marohita nun erstmals im "International Journal of Primatology" beschrieben, teilte die Universität Göttingen mit.Schon 2010 hatte das Expertenteam über Erbgut-Analysen herausgefunden, dass es mehr Mausmaki-Arten geben muss, als bekannt. DNA-Vergleiche zwischen den beiden entdeckten Lemuren und diesen Daten bestätigten, dass die aufgespürten Tiere neue Spezies sind. Mit ihnen steigt die Zahl der bekannten Mausmaki-Arten auf 20. Die Tiere leben, wie alle Lemuren, ausschließlich auf Madagaskar.

Brandrodung und Jagd gefährden Lemuren

Microcebus tanosi ist nach Angaben der Forscher größer als andere Mausmakis und hat einen roten Kopf. Microcebus marohita sei der größte aller Mausmakis, habe aber auffällig kleine Ohren. Er wurde bereits auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten gesetzt, weil der Wald, in dem der Primat entdeckt wurde, stark zerstört wurde und das Tier bislang nur in diesem Gebiet bekannt ist. Laut der für die Rote Liste zuständigen Behörde, der IUCN Species Survival Commission, zählen madagassische Lemuren zu den Säugetieren, die am stärksten vom Aussterben bedroht sind. Ursachen dafür sind Brandrodung und Jagd.fle/DPA

Zum Nachhören des Interviews klicken Sie bitte auf den Titel

Science, 29.03., Print S. 1505

Science vom 29.03.