Originalität: „Lächeln? Check. Frisur sitzt? Naja…“
In der Kategorie Originalität geht der erste Platz an ein Bild, das einfach gute Laune macht: Pavianmännchen Sheriff aus unserer Tierhaltung schaut direkt in die Kamera, als probiere er ein Selfie aus – ein amüsanter und zugleich sehr charmanter Moment. Das Foto stammt von Tierpflegerin Vicky May Schröder, die mit sicherem Blick festgehalten hat, wie unverwechselbar und humorvoll tierisches Verhalten wirken kann.
Wissenschaft: Male-infant-male Interaction bei Berberaffen
Der wissenschaftliche Sieger zeigt eine beeindruckende Szene innerhalb einer Gruppe von Berberaffen (Macaca sylvanus): Zwei erwachsene Männchen halten gemeinsam ein erst wenige Wochen altes Jungtier, sichtbar gemacht durch Wärmebildtechnik. Das Motiv bietet einen Einblick in soziale Bindungen und Fürsorge zwischen Männchen und Nachwuchs. Fotografiert wurde es von Carina Bruchmann, Promovierende der Abteilung Soziale Evolution der Primaten, deren Aufnahme zeigt, wie Forschung und Bildkraft zusammenwirken.
Ästhetik: „Platschen“ in Simenti
In der Kategorie Ästhetik überzeugte ein Bild voller Dynamik und Lebensfreude: Guineapaviane springen während der Regenzeit durch große Pfützen an der Feldstation Simenti im Senegal und wirbeln das Wasser in die Höhe. Dieser Moment, von Judith Stolla – Promovierende der Abteilung Kognitive Ethologie – festgehalten, zeigt die Verspieltheit der Tiere und gibt einen lebendigen Einblick in den Alltag auf der Feldstation.
Die Siegerfotos wurden aus einer Vorauswahl von 26 möglichen Bildern durch die Mitarbeitenden des DPZ bestimmt. Alle Fotos, die zur Auswahl standen, können Sie hier anschauen. Der Fotopreis des DPZ-Förderkreises zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie vielfältig der Blick auf die Welt der Primaten sein kann – von spielerischen Momenten über wissenschaftlich wertvolle Situationen bis hin zu ästhetischen Naturbildern.
Herzlichen Glückwunsch an die drei Gewinnerinnen und ein großes Dankeschön an alle, die teilgenommen, abgestimmt und unterstützt haben. Schon jetzt wächst die Vorfreude auf den Fotopreis 2026!
Susanne Schumacher