
Nachhaltigkeit am DPZ
Nachhaltigkeit ist einer der Schlüsselbegriffe des 21. Jahrhunderts. Die Erde dauerhaft als unsere Lebensgrundlage zu erhalten, ist wahrscheinlich das wichtigste Ziel und gleichsam die größte Herausforderung unserer Zeit. Als öffentlich geförderte Forschungseinrichtung trägt auch das DPZ hierfür eine gesellschaftliche Verantwortung. Ressourcenschonendes und klimaneutrales Arbeiten gehört zu unseren Leitprinzipien.
Durch unser tägliches Handeln in Wissenschaft, Service und Verwaltung wollen wir am DPZ zu nachhaltigem Wirtschaften beitragen. Wir erstreben dies in einem kontinuierlichen, dialogischen Prozess mit allen Beschäftigten, der alle Arbeitsbereiche des Institutes einschließt und in dem konkrete Ziele und Maßnahmen entwickelt werden. Auf dieser Seite informieren wir regelmäßig über unsere Ziele und deren Fortschritte bei der Umsetzung.
Nachhaltigkeitsmanagement - Verankerung des Themas im Institut
Karin Tilch Kommunikation
Das DPZ hat in gemeinsamen Veranstaltungen institutsweite Handlungsfelder definiert, deren Umsetzung sie in einem Decarbonisierungplan kontinuierlich verfolgt. Diese werden über die Institutsbildschirme, die DPZ-Zeitschrift und die Berichte an den Aufsichtsrat kommuniziert.
Vernetzung
In der Leibniz-Gemeinschaft ist das DPZ in der Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit aktiv und mit anderen Instituten zu klimaschonendem Forschungsbetrieb vernetzt. Zudem ist das Institut aktiv im Netzwerk der großen deutschen Forschungsgesellschaften verankert, und trägt aktiv zur Stärkung einer zukunftsfähigen Forschungskultur in Deutschland bei.
Decarbonisierungsstrategien
Das Nachhaltigkeitskonzept am DPZ konzentriert sich im Wesentlichen auf die Reduktion des CO2-Ausstoßes im eigenen Betrieb. Dazu werden Prozesse analysiert und optimiert sowie die Betriebseffizienz unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit gesteigert. Seit 2022 wird regelmäßig ein Corporate Carbon Footprint (CCF) für das DPZ erstellt, der aufzeigt, in welchen Bereichen wir besonders hohe Emissionen verursachen.
Zusammen mit den Aktivitäten, die aus der Mitarbeitendenschaft entstanden sind und denen aus dem Energiemanagement, münden diese Ergebnisse in einer in 2023 erstellten Roadmap zur Decarbonisierung, deren Realisierung kontinuierlich verfolgt wird.
der Emissionen auf unterschiedliche Energieträger sowie
weitere energieverbrauchende Vorgänge am Institut.
CO2-Fußabdruck des DPZ
Seit 2022 ermitteln wir regelmäßig unseren Carbon Footprint – als zentralen Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die Erhebungen basieren aus einem Mix aus den Verbrauchswerten und Beschaffungskosten.
Mit jeder Runde gewinnen wir mehr Erfahrung, verbessern unsere Methodik und stärken die Transparenz unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Ergebnisse helfen uns, unsere Klimaschutzmaßnahmen gezielt zu optimieren.
Mobilität
DPZ Pendelmobilität
Um zur Arbeit zu gelangen, nutzen knapp 25% der Mitarbeitenden öffentliche Verkehrsmittel und gut 11% das Fahrrad. Etwa 66% der DPZ-Mitarbeitenden fahren mit dem Auto zur Arbeit.
Das DPZ bezuschusst den Mitarbeitenden seit 2026 die Nutzung des Deutschlandtickets als Jobticket und bietet auch Leasingmöglichkeiten für Fahrräder an.
Dienstreisen
Bei Dienstreisen achten wir darauf, dass wenn immer möglich und sinnvoll Bahnreisen statt Flüge gebucht werden. Hier orientiert sich das Institut an der Leitlinie der Kommission für Nachhaltigkeit der Universität Göttingen. Alle Fahrten bis zu zehn Stunden Reisezeit finden mit der Bahn statt, wenn die Zeitersparnis durch einen Flug weniger als sechs Stunden beträgt. Flüge werden erst ab einer Strecke von 1.000 Kilometern genutzt.
Gebäude und Energie
Infrastrukturelle Einsparpotentiale
Die Beleuchtung im gesamten Institut wurde sukzessive auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Das reduziert die Stromkosten dauerhaft um rund zwei Drittel der derzeitigen Kosten.
In den Büros wurden zudem Strom-Aus-Schalter installiert. Das aktuelle Energieaudit zeigt: Wo Stromausschalter genutzt werden, sinkt der Energiebedarf ab den frühen Abendstunden deutlich.
Während der Wintermonate werden alle Beschäftigten (auf freiwilliger Basis) gebeten, die Heiztemperatur in den Büro- und Laborräumen auf 19 Grad zu senken. Büro-Container, Flure und nur sporadisch genutzte Bereiche im Institut werden im Winter gar nicht beheizt. In der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester machen wir für 10-14 Tage eine Heizpause. Ausgeschlossen sind selbstverständlich die Tierhaltungsbereiche.
"Katharina Diederich " Analyse der Gebäudehüllen und Anlagen
Über die vergangenen 6 Jahre haben wir ein Energiemanagement aufgebaut, welches wir kontinuierlich weiterentwickeln und daraus unsere Maßnahmen ableiten
Karin Tilch EN: Installation of the solar power system on the DPZ roof in winter 2022/2023
Installation von Photovoltaikanlagen
Mit einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2022 legten wir die Grundlage für den Ausbau der Photovoltaik am DPZ. In den folgenden Jahren – von 2023 bis 2025 – wurden Solarmodule auf geeigneten Dächern installiert, die eine Fläche von rund 3.200 Quadratmeter umfassen. Stromerzeugung. Die Anlagen erzeugen heute jährlich etwa 300.000 kWh Strom – ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Energieversorgung am DPZ.
Wasser und Abwasser
Thomas Steuer Am DPZ benötigen wir viel Wasser für die Laborarbeit und zum Sterilisieren. Auch die Tierhaltung braucht viel Wasser zur Versorgung der Tiere, zum regelmäßigen Reinigen von Gehegen und Arbeitskleidung sowie zum Duschen vor und nach Arbeiten in vielfältigen Haltungsbereichen. Um nachhaltiger mit dieser wertvollen Ressource umzugehen, wurden einige Wassersparmaßnahmen im Tierhaus umgesetzt.
Forschungsbezogene Projekte
Sascha Bubner Energiesparpotenziale der Biobanken
Ein Vorgang, der am DPZ für hohe Energieverbräuche sorgt, ist das Kühlen und Einfrieren sensibler biologischer Proben. Die über 300 Kühl- und Gefrierschränke und vier Tiefkühlräume im Institut verursachten einen jährlichen Stromverbrauch von rund 500.000 Kilowattstunden und machten damit rund ein Zehntel der jährlichen Stromkosten aus.
Durch die Reduktion von Geräten (-140°C/-80°C) sowie die Etablierung eines Kühlraumes anstatt von 40 Kühlgeräten (-20°C) spart das DPZ im Jahr bis zu 150.000 Kilowattstunden.
Verbrauchsmittel
Einkauf
Im DPZ achten wir in allen Bereichen auf nachhaltiges Wirtschaften. Dazu gehört nicht nur die Beobachtung unserer Energieverbräuche wie Strom, Wasser oder Heizöl. Unser Augenmerk liegt auch auf kleineren Prozessen wie beispielsweise der Beschaffung von Verbrauchsmitteln oder dem Catering bei Veranstaltungen.
Der Einkauf im DPZ ist die Schaltzentrale für alle Waren und Verbrauchsmaterialien, die im DPZ täglich gebraucht werden. Die Mitarbeiter*innen der Abteilung sind dabei bestrebt, auf nachhaltige, regionale Produkte mit kurzen Transportwegen zurückzugreifen, wo das möglich ist. Auch bei anderen Labor-Verbrauchsmaterialien, wie zum Beispiel Pipettenspitzen, Handschuhe oder Petrischalen wird auf eine klimaneutrale Produktion geachtet.
Catering
Bei der Organisation von Veranstaltungen gibt es ebenfalls viele Ansatzpunkte, um Gäste nachhaltiger und ressourcenschonender zu bewirten. Am DPZ greifen wir deshalb überwiegend auf regionale und saisonale Produkte aus kontrolliert biologisch-ökologischer und/oder fairer Herstellung zurück und bieten überwiegend vegetarische Speisen an.
Allgemeine Hinweise zur nachhaltigen Gestaltung von Catering und Bewirtung am DPZ sind erstellt worden. Diese Vorgaben sollten sowohl bei Angebotsanfragen an externe Caterer als auch bei selbst gestalteten Veranstaltungen Beachtung und Anwendung finden.
Biodiversität
Karin Tilch
Karin Tilch
Karin Tilch
Karin Tilch
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