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Abteilung Infektionsbiologie

Die Abteilung für Infektionsbiologie untersucht Virus-Wirtszellinteraktionen, insbesondere während des Zelleintritts. Der Zelleintritt umhüllter Viren wird durch virale Oberflächenproteine vermittelt, die Rezeptoren auf Wirtszellen erkennen und die Fusion der viralen Membran mit der Wirtszellmembran vermitteln. Diese Prozesse sind essentiell für die Infektion und stellen wichtige Angriffspunkte für die antivirale Intervention dar.

Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt auf dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV), dem Erreger der Immunschwächekrankheit AIDS. Wir untersuchen, wie die Interaktion von HIV mit Lektinen auf dendritischen Zellen und anderen Immunzellen die HIV-Übertragung und die Verbreitung des Virus im infizierten Patienten beeinflusst. Weiterhin charakterisieren wir neuartige Inhibitoren der viralen Assemblierung und verfolgen neue Strategien zur Impfstoffentwicklung. Schließich analysieren wir, wie Tetherin und andere Effektormoleküle der angeborenen Immunantwort die HIV-Ausbreitung inhibieren und wie sich HIV vor der antiviralen Wirkung dieser Faktoren schützt. Für die Beantwortung dieser Fragestellungen steht uns das Affen-Immundefizienz-Virus (SIV)/Makaken-Modell zur Verfügung, das in Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Infektionsmodelle und Infektionspathologie eingesetzt wird.

Ein weiterer Fokus unserer Untersuchungen liegt auf emerging beziehungsweise re-emerging viruses, wie dem SARS-Coronavirus, Influenza-Viren und dem Ebola-Virus. Wir sind insbesondere an der proteolytischen Aktivierung dieser Viren und ihrer Inhibition durch Effektormoleküle der angeborenen Immunantwort interessiert. Für unsere Untersuchungen verwenden wir Modellsysteme, mit denen wir die Glykoproteine dieser Viren analysieren können ohne mit den infektiösen Erregern arbeiten zu müssen.

Prof. Dr. Stefan Pöhlmann Leiter +49 551 3851-150 +49 551 3851-184 Kontakt

Kathrin Habenicht Sekretärin +49 551 3851-155 +49 551 3851-184 Kontakt