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Über uns

Im Zentrum des Forschungsinteresses der Abteilung Kognitive Ethologie steht die Evolution von Kommunikation, Kognition und Sozialverhalten. Ausgehend von der Analyse kommunikativer Prozesse als einer Interaktion von Sender und Empfänger ergeben sich zwei komplementäre Forschungs­programme: erstens die Aufklärung der selektiven Drücke und evolutionären Beschrän­kungen, die auf das Signalverhalten des Senders wirken, und zweitens die Erforschung der kognitiven Fähigkeiten und der Verhaltenssteuerung, die der Verarbeitung von und den Reaktionen auf Signale(n) zugrunde liegen. Ergänzt wird dies durch die Untersuchung der Wechselwirkung von Sender- und Empfängersystem, sowie der Weiterentwicklung von methodischen Verfahren in der Analyse hochdimensionaler Datensätze. Um die Evolution der Struktur von Signalen und des Signalverhaltens besser zu verstehen, nutzen wir vorwiegend Altweltaffen als Modelle. Da die Stammesgeschichte und Ökologie der entsprechenden Arten basale Einflussgrößen in der Evolution von Kommunikation und Sozialverhalten darstellen, spielt die Aufklärung der phylogenetischen Verwandtschaftsbeziehungen, populationsgenetische und ökologische Untersuchungen eine wichtige Rolle in unseren Arbeiten.  

Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit in den vergangenen Jahren lag im Aufbau der Feldstation CRP Simenti im Senegal, die wir 2007 gründeten. Seit 2010 ist es möglich, systematische Verhaltensdaten der dort lebenden Guineapaviane (Papio papio) von ~ 180 habituierten Individuen zu erheben. Über Guineapaviane lagen zuvor nur wenige und sich teilweise widersprechende Angaben vor. Unsere Studie trägt damit einen wesentlichen Teil dazu bei, die Diversität in den Sozialsystemen von Pavianen zu erfassen und zu analysieren. 

Kontakt

Prof. Dr. Julia Fischer Abteilungsleiterin +49 (551) 3851-375 +49 (551) 3851-372 Kontakt

Mechthild Pohl Sekretärin +49 (551) 3851-258 +49 (551) 3851-372 Kontakt